30.03.2017

Die Zweigbibliothek in Zauckerode bekommt ehrenamtliche Unterstützung

Etwas überrascht – im positiven Sinne - waren die Mitarbeiterinnen des Koordinationsbüros für Soziale Arbeit schon über die Resonanz auf den Aufruf an Freitaler Bürgerinnen und Bürger, sich in der Zweigbibliothek in Zauckerode im Oppelschacht ehrenamtlich zu engagieren. Der Einladung zu einer ersten Zusammenkunft am 23.03.17 folgten 19 Bürgerinnen und Bürger. Darunter waren nicht nur Zauckeroder, die sich auch schon in Form einer Unterschriftenliste für den Erhalt der Bibliothek ausgesprochen haben, es waren auch aus anderen Stadtteilen Freitaler gekommen, die sich vorstellen können, ehrenamtlich aktiv zu werden.

Ein kurzer Rückblick: die Zweigbibliothek Zauckerode sollte Ende 2016 eigentlich geschlossen werden. Viele Leser und Zauckeroder Bürger wollten dies nicht hinnehmen, denn ihre Bibliothek ist für sie nicht nur ein Ort, an dem man Bücher ausleihen kann, sondern wo auch Begegnung stattfindet, ein Plausch möglich ist und soziale Kontakte gepflegt werden. Mit mehr als 1600 Unterschriften haben sie sich Gehör verschafft und erreicht, dass jetzt ein Konzept umgesetzt werden soll, bei dem die Bibliothek zwar weiterhin durch hauptamtliche Mitarbeiterinnen betreut, aber maßgeblich durch ehrenamtliches Engagement mit Leben gefüllt wird. 

Zurück zum Treffen am 23.03.17: es war schon erstaunlich, mit welcher Ideenvielfalt die Anwesenden gekommen sind. Viele können sich vorstellen, in Zukunft den Bücherausleihbetrieb zu unterstützen und vielleicht dadurch erweiterte Öffnungszeiten abzudecken. Andere möchten gern Lesepaten werden oder kleinere Veranstaltungen, wie Lesecafés oder Buchvorstellungen, in den Räumen der Zweigbibliothek organisieren.

Nun wird es konkret: auseinandergegangen ist die Runde mit einem klaren Fahrplan für die nächsten Schritte. Es wird 2 Arbeitsgruppen geben. In der einen kommen alle zusammen, die sich für den Ausleihbetrieb interessieren. Diese erhalten in Form von Schnuppertagen und kleineren „Fortbildungen“ die nötigen Einblicke in den Bibliotheksalltag. Frau Thomas und Frau Liske von der städtischen Bibliothek werden diese Gruppe in nächster Zeit begleiten, bis die „ehrenamtlichen Bibliothekare“ das notwendige Knowhow  haben.

Die andere Gruppe wird durch Simone Lehmann vom Koordinationsbüro für Soziale Arbeit begleitet. Hier wird es zunächst erst einmal darum gehen, die Ideen, für weitere Angebote in den Räumen der Bibliothek, auf Machbarkeit zu prüfen und dann in konkrete Projekte münden zu lassen.

Optimistisch und voller Tatendrang ging die Runde dann auseinander, wie auch der abschließende Ausspruch einer Bürgerin belegt: „Es wäre doch gelacht, wenn wir hier nicht mit vereinten Kräften weiterhin Leben in die Bude bringen!“

Und: die Runden sind nicht geschlossen! Weitere Mitstreiter sind jederzeit herzlich willkommen! Wenn Sie sich anschließen möchten, melden Sie sich einfach im Koordinationsbüro für Soziale Arbeit!

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